Digitale Selbstzensur
abgelegt im Archiv Kommentar am 04.06.08
Fotografien sind zugleich Beweisstücke - nicht nur von guten, amüsanten Momenten, an die man sich gerne erinnert, sondern auch an Augenblicke, die weniger schön sind bzw. waren.
Der Blog digitalkamera-guide.de veröffentlichte vor einiger Zeit einen Beitrag, der dieses Thema tiefer beleuchtet und auch etwas weiter greift. Darin geht es um die sogenannte Digitale Selbstzensur. Der Haupttenor des Beitrags liegt darin, dass es im digitalen Zeitalter keinen Grund mehr gibt, irgendeine peinliche, schreckliche oder im weitesten Sinne nicht gelungene Fotografie nicht zu veröffentlichen. Andererseits wird kritisiert, dass nur "Heile-Welt-Bilder" aufbewahrt werden, während andere willkürlich gelöscht werden. Hierin besteht natürlich ein Widerspruch, den der Autor zu lösen versucht, indem er die Fehlerhaftigkeit des Menschen anführt.
Für mich ist das ein Scheingrund, aber ja, jeder hat seine Fehler und seine Vorstellungen davon, was eine Fotografie zeigen soll bzw. ob Licht und Komposition stimmen. Indem man also Bilder löscht, oder sich von anderen bequatschen lässt und Bilder löscht, weil sie diese nicht mögen, übt man digitale Selbstzensur aus. Jeder muss letztlich entscheiden, wie weit er sich hierin beeinflussen lässt, oder wie viele Festplatten mit "misslungenen" Aufnahmen er im keller stapeln will, oder ob er nur die genannten Heile-Welt-Bilder aufbewahrt.
Wer sich das recht lange, aber doch interessante Essay selbst durchlesen will, der kann hier weiter lesen.
Permalink: Digitale Selbstzensur
Tags: archiv bild bilder kaufen web fotos istockphoto stockfotografie free stock photos fotodatenbank phot
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Wong
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